Empfehlungsmarketing…

…ist so eine Sache. Wer kennt das nicht? Wer sich wo auskennt, der wird auch gerne als Ratgeber angefragt. Und in der Regel gibt man ja auch das Wissen, was man sich selbst erarbeitet hat, gerne weiter. Aber dieser Rat ist natürlich nur dann wirklich wertvoll, wenn das Gegenüber davon ausgehen kann, dass die Überzeugung und kein anderes (finanzielles) Interesse dahinter steckt. Ist das der Fall, ist das Misstrauen vorprogrammiert. Zu recht, wie ich finde. Einen sehr guten Artikel habe ich bei Cluetrain PR gefunden. Und den empfehle ich, ohne was zu bekommen. Ganz anders ist das bei Pixum. Da bestelle ich immer unsere schönen Jahresrückblicke im 20×20 Format (wer’s kennt, kennt’s) und alle Bilder für die etlichen Kalender, die wir gestalten und verschenken. Pixum empfehle ich auch, denn sie sind schnell (sogar noch rund um Weihnachten), die Qualität und der Preis stimmen. Aber dafür bekomme ich auch was. Nämlich die Chance, ein iPad zu gewinnen und eine Überraschung. Toll. Aber nun muss sich natürlich jede_r fragen: Was ist die Treibfeder der Empfehlung? Das Gewinnspiel oder die Zufriedenheit? In diesem Fall ist das Zweite der Grund – das Erste der Auslöser. Also gerade noch mal Glück gehabt. Aber alles in allem führen solche Aktionen von Anbietern, die eine Empfehlung heraufbeschwören, wohl eher dazu, dass dieses Empfehlungsmarketing nur dann erfolgt hat, wenn man das Gegenüber gut einschätzen kann: so gut, um beurteilen zu können, was zur Empfehlung motivierte.

Ich bin gespannt, wie sich dieser Markt entwickelt. Nicht mehr lang und ich werde selbst ein Produkt haben, das ich über Empfehlungsmarketing verbreitet wissen möchte…mal sehen, welche Preise ich dann ausloben werde…

Rückblick auf die 2. ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung

Letzten Freitag war ich auf der 2. ZEIT KONFERENZ Hochschule & Bildung und die Klimatisierung in der IHK war sensationell. Inhaltlich blieb die Veranstaltung hinter meinen Erwartungen zurück – das lag aber vielleicht auch an meinen hohen Erwartungen (trotz oder wegen des Veranstaltungsprogramms?). Sehr gut gefallen hat mit das Impulsreferat von Prof. Dr. Dieter Lenzen (Präsident der Uni HH) – über den ich erst nachher gelesen habe, wie umstritten er ist. In seinem Vortrag hat er – wie ich finde – ganz gute und schlaue Dinge gesagt. Am besten hat mir das gefallen:

” ‘Erziehung ist eine Zumutung, Bildung ist ein Angebot’. [...] dann hieße das auf unser Thema bezogen: Je mehr wir universitäre Lehre determinieren, ihre Inhalte, die Methoden der Vermittlung und die Verfahren der Leistungsüberprüfung, desto mehr verlassen wir die Figuration des Angebots. Aus einem Angebot kann man wählen wie in einem intellektuellen Feinkostgeschäft. Bologna dagegen riecht nach Truppenversorgung und Zwangsernährung.

[...] Da es sich bei den neuen Studiengängen nicht um ein Angebot, sondern um eine Zumutung handelt, kann Bildung in ihnen nicht stattfinden. Mit dem Bologna-Prozess ist das universitäre Geschehen also von einer Bildungsveranstaltung zu einem Erziehungsprozess geworden. Die Universität ist von der Bildungsstätte zur Erziehungsanstalt mutiert.”

Nun – Bildung ist und bleibt ein spannendes Thema. Um so interessanter, wenn gute Redner wichtige Punkte benennen. Leider war das nicht während der gesamten Veranstaltung der Fall und die Diskussion mit dem Publikum war auch nicht gerade hitzig – offensichtlich ist die Stimmung nach den Studierendenprotesten im letzten Jahr doch inzwischen schon wieder sehr stark abgekühlt. Vielleicht wäre das aber ohne Klimatisierung auch ganz anders gewesen. Oder gibt es einen anderen Grund? Vielleicht andere Ventile? Wie zum Beispiel an der Goethe-Universität.

(K)ein Doppelpass im Gottesdienst am 11.7.

Kirche NiederhörlenEndlich ist es seit langem wieder mal soweit: Ich bin als Prädikant aktiv – und dass gleich doppelt. Am 11.7. predige ich morgens um 10 Uhr in Frankfurt Bockenheim und nachmittags um 14h im Hessenpark in Neu-Anspach in dieser schönen Kirche, die nach der Renovierung wiedereröffnet wird. An diesem Sonntag geht es um unser Leben und die Taufe – quasi auch eine Wiedereröffung nach so einer Art Renovierung. Ich freue mich, Euch hier oder dort begrüßen zu dürfen und grüße Euch bis dahin herzlich!

Dissertation jetzt online

Also, falls es wen interessiert: Mein Werk ist jetzt online als PDF abrufbar!

Online-Self-Assessment

So, da ich mich ja jetzt voll und ganz meinem Job widmen kann, soll auch jede_r andere wissen, was ich gerade so tue. Einen schönen Übersichtsartikel gibt es hier: Online-Self-Assessment

Ich arbeite dran, dass im nächsten Artikel auch was über die Goethe Uni in Frankfurt und deren Angebot für die Naturwissenschaftler_innen steht.